Sozialpolitik – für alle die teilhaben sollen!

Bezahlbare Mieten sind ebenso Teil GRÜNER Sozialpolitik wie die Aufgabe, gleichberechtigte Lebenschancen und -bedingungen für ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Armut und soziale Ausgrenzung muss überwunden werden um allen Menschen gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe zu eröffnen.

 

- Familien und alleinerziehende Frauen und Männer -

In Wolfsburg leben 2055 Kinder in 1.237 Bedarfsgemeinschaften, davon werden 786 von nur einem Elternteil geführt. Das bedeutet für  Wolfsburg:

Wir GRÜNEN werden weiterhin die kommunalen Arbeitsförderungs- und Beschäftigungs-maßnahmen unterstützen.

Die GRÜNEN sehen es weiterhin für notwendig an den „Stromsparcheck für Geringverdiener“, der bis 2019 geplant ist, weiterzuführen. 

 

- Gesundheit -

"Gesundheit ist ein Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen. Sich des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu erfreuen ist ein Grundrecht jedes Menschen, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung." (WHO)

 

- Klinikum -

Das Klinikum gehört der Stadt Wolfsburg und so muss es auch bleiben.

Mit 547 stationären und 20 teilstationären Betten ist es eines der größten Krankenhäuser Niedersachsens. Rund 1.750  Mitarbeiter sind im Klinikum beschäftigt. 

Die angegliederte Pflegeschule verfügt über insgesamt 141 Ausbildungsplätze, davon 112 in der Krankenpflege und 29 in der Kinderkrankenpflege.

Das Klinikum hat 20 hoch spezialisierte Kliniken und Institute und ist mit hochwertigen Diagnose- und Therapieeinrichtungen nach neuestem Stand ausgestattet.

Aufgrund des weiteren Anstiegs der älteren Bevölkerung und der damit zu erwartenden Zunahme von altersbedingten Erkrankungen, sollen die bisherigen Tagesklinikangebote  um eine Tagesklinik für Gerontopsychiatrie mit 20 Plätzen ergänzt werden.

Wir GRÜNEN befürworten, dass sich das Klinikum als interdisziplinärer Gesundheitsstandort auf dem Klieversberg stetig weiter entwickelt.

 

- Behinderte Menschen -

Es sollen nach der UN-Konvention aus dem Jahre 2006 Menschen mit Behinderung für  ihren Lebensunterhalt in einem offenen, zugänglichen und inklusiven ersten Arbeitsmarkt selbst  sorgen. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch die Möglichkeit erhalten soll, sich umfassend und gleichberechtigt an der Gesellschaft zu beteiligen.

Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass in Wolfsburg Strukturen geschaffen werden, mit deren Unterstützung sich alle Menschen ungeachtet ihrer unterschiedlichen Voraussetzungen einbringen können. 

Dazu gehören in Wolfsburg:

-        die freie Wahl von Wohnart und -ort, Unterstützungsangebote und Assistenzen für ein selbstbestimmtes Leben

-        leichter Zugang für alle öffentlichen Gebäude, komfortable Straßenübergänge und gute Bedingungen  für die Benutzung des ÖPNV

-        Printmedien der Verwaltung sollten in  Leichter Sprache abgefasst und bei großen, wichtigen, politischen Veranstaltungen die  Gebärdensprache angeboten werden

-        die Verwaltung stellt sicher, dass für potenzielle Budgetnehmer  über die Leistungsform des Persönlichen Budgets umfassend informiert wird. Das Persönliche Budget kann über die festgelegten Sach- und Dienstleistungen hinaus  in Form eines Geldbetrages oder eines Gutscheins für den individuellen Bedarf des behinderten Menschen angewandt werden. Somit können sie als Experten in eigener Sache unabhängiger und mit flexiblen, selbst gewählten Hilfen ihr Leben gestalten.

 

- Menschen mit seelischer Behinderung - 

Für uns GRÜNE gilt: Ambulant vor Stationär.

Deshalb fordern wir GRÜNEN:

Die Wolfsburger Wohnungsbaugesellschaften müssen bei jedem größeren Bauvorhaben geeigneten und finanzierbaren Wohnraum für Menschen mit seelischer Behinderung schaffen. Es ist dringend geboten verschiedene Dienstleistungen zu vernetzen, damit Menschen die Chance haben wohnortnah geeignete Wohnmöglichkeiten zu finden.

-        Wir GRÜNEN werden uns  für mehr Wohngemeinschaften einsetzen. Das gilt sowohl für Jugendliche, Senioren und dementiell erkrankte Menschen.

-        Wir GRÜNEN unterstützen die Planungen zu einem „Interdisziplinären Zentrum für seelische Gesundheit“: „Viele Hilfen stadtnah unter einem Dach“ am Klinikum Wolfsburg. Seit Jahren fordern wir GRÜNEN eine Kinder- und Jugendpsychiatrie.

-        Die Projekte „Kleine Angehörige“, der Therapeutische  Zuverdienst, die Tagesklinik, die Institutsambulanz und die Beratungsstelle AGE müssen auch zukünftig weitergeführt werden.

-        Wir GRÜNEN fordern: Der Sozialpsychatrische Dienst der Stadt Wolfsburg, vor allem die Institutionsambulanz,  muss personell aufgestockt werden Anbetracht der vielfältigen Aufgaben die im Sozialpsychiatrischen Plan beschrieben sind.

 

- Suchterkrankungen -

Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht. Seien es Alkohol, Tabak, psychoaktive Substanzen, Spielsucht bis hin zu Doping im Sport.

In Wolfsburg unterstützen wir GRÜNEN  das breit gefächerte Beratungs- und Behandlungs-angebot, wie die Drogenberatung, Szenecafé Sonderbar, die Psychosoziale Betreuung Substituierter, die Christliche Drogenarbeit sowie die Selbsthilfegruppen.

Wir GRÜNEN fordern den Ausbau der Fachstelle für Suchtprävention. Die Kompetenzen der Fachstelle liegt im Bereich der exzessiven Internet- bzw. Mediennutzung und richtet sich an Einzelpersonen und Familien. Sie könnte sie Aufgabe übernehmen, die einrichtungs-übergrei-fenden parallel  vorgehaltenen Angebote zu bündeln und gemeinsam die Bedarfe planen.

In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, für die Zielgruppen mit besonderen Herausforderungen weitere geeignete Szenarien zu entwickeln.

 

 - Senioren -

Die demografische Alterung  ist auch in Wolfsburg zu spüren. Das zeigt sich daran, dass viele Wohnungen ausschließlich durch ältere Menschen bewohnt werden: In 15 000 Haushalten ist der jüngste Bewohner mindestens 65 Jahre alt. Die Stadt Wolfsburg hat dieser Entwicklung bereits Rechnung getragen: 

Wir GRÜNEN haben folgende Entwicklungen aktiv mitgetragen:

-        Der Senioren- und Pflegestützpunkt ist mit seinen vielfältigen Angeboten und seinen externen Netzwerkpartnern kontinuierlich weiter entwickelt worden

-        Der Seniorenring und die Seniorengruppen in den Stadt- und Ortsteilen werden kontinuierlich finanziell unterstützt

-        Altersgerechtes Wohnen im Quartier ist dauerhafte Aufgabe der Wolfsburger Wohnungsbaugesellschaften

Für uns GRÜNEN ist die gesundheitliche Vorsorge sowie die Pflege und der damit verbundene beginnende Pflegenotstand als permanentes Handlungsfeld im Blick.

Wir GRÜNEN fordern: Die gerontopsychiatrische Beratungsstelle AGE muss personell ausgebaut werden

 

 

 

 

URL:https://www.gruene-wolfsburg.de/unser-programm-2016-2021/sozial-und-gesundheitspolitik/