Knapp 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wolfsburg, um über den aktuellen Kurs der Energiepolitik und konkrete Lösungen vor Ort zu diskutieren.
Am vergangenen Dienstag verwandelte sich das Nachbarschaftshaus der NEULAND in ein Forum für lebendige Demokratie. Unter dem Motto „Energiewende – umsetzen statt abwürgen“ stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Frage, wie der Übergang zu erneuerbaren Energien auf kommunaler Ebene beschleunigt werden kann.
Als Hauptreferent des Abends gab Sven Giegold (stellvertretender Bundesvorsitzender der Grünen und Staatssekretär a.D.) wertvolle Einblicke in den grünen Plan für eine „Energiewende 2.0“. Giegold fand klare Worte angesichts aktueller Bestrebungen auf Bundesebene, den Ausbau der Erneuerbaren zugunsten fossiler Gasimporte einzubremsen:
„Die Energiewende ist ein Erfolgsprojekt. Es ist richtig, die Unabhängigkeit von Gas und Öl aus Autokratien rasch zu vermindern.“
Statt einer starren Podiumsdiskussion setzte die Veranstaltung im Anschluss konsequent auf einen offenen, direkten Austausch. Auf Augenhöhe diskutierten die Teilnehmenden drei Stunden lang intensiv mit den anwesenden Experten aus Politik und Wirtschaft:
Gemeinsam schlüsselte die Runde auf, was die Energiewende konkret für Wolfsburg bedeutet. Ein politisches Ausbremsen der Erneuerbaren würde der lokalen Wertschöpfung und dem örtlichen Handwerk direkt schaden.
Die Gäste nutzten den oVenen Rahmen intensiv für Fragen, Anregungen und den Austausch von Informationen. Dabei wurden auch mutige Zukunftsvisionen für ein klimaneutrales Wolfsburg entwickelt. Im Fokus stand die Frage, wie die Wohnungsbaugesellschaft NEULAND und der Energieversorger LSW den Wandel vor Ortaktiv anführen können – von großflächiger Solarnutzung auf Wohngebäuden bis hin zu innovativen Wärmekonzepten.
Der Abend hat gezeigt, dass die Bereitschaft der Wolfsburger Bevölkerung an einer echten Energiewende riesig ist. Der Kreisverband zieht ein durchweg positives Resümee: Ein rundum gelungenes Format, das beweist, dass sich die Energiewende vor Ort im direkten Dialog aktiv gestalten lässt.
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