Internationaler Frauentag: Grüne für gerechtere Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit

Frank Bsirske
Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Erwerbs- und Sorgearbeit gerechter zu verteilen ist eines der großen Anliegen der Frauenbewegung. Wie Corona zeigt, bleibt da noch jede Menge zu tun.

Laut einer aktuellen Studie des Dt.Instituts für Wirtschaftsforschung haben während des Lockdowns 2020 v.a. Mütter die Kita- und Schulschließungen aufgefangen. Der Anteil der Familien, in denen die Frauen fast vollständig nach den Kindern schauten, hat sich im Vergleich zu 2019 von acht auf sechzehn Prozent verdoppelt. Die Hausarbeit erledigte sie in mehr als jeder vierten Familie allein. Nur in fünf Prozent der Haushalte übernahmen Männer gänzlich diese Arbeit.

Für Frank Bsirske, grüner Bundestagskandidat für Wolfsburg/Helmstedt Anlass, erneut darüber nachzudenken zusätzliche Anreize für eine partnerschaftlichere Aufteilung zu setzen. 
Bsirske sieht hier auch die Steuerpolitik am Zuge: „Nach wie vor begünstigt dass Ehegattensplitting insbesondere Ehepaare, die ungleich viel verdienen.“ Für die Frau rechnet es sich dadurch im Haushaltskontext oftmals nicht, die Arbeitszeit zu erhöhen. Mit fatalen Folgen für Lohnersatzleistungen und ihr Rentenkonto.

Besser wäre es, die Steuerklassen III und V abzuschaffen, aus dem Ehegattensplitting auszusteigen und stärker auf das individuelle Erwerbseinkommen abzustellen. 

Andere, so Bsirske, haben das erfolgreich vorgemacht. Schweden hat 1971 die Individualbesteuerung eingeführt. Heute gilt dies als Schlüssel dafür, dass das Land bei der partnerschaftlichen Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit so weit vorangekommen ist.



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