24.11.2020

Grüne stellen Antrag zur Weiterführung der Täterberatungsstelle

Frank Richter
Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Weiterführung der Täterberatungsstelle Häusliche Gewalt für die Region Wolfsburg/Helmstedt/Gifhorn und die dazu für die Aufrechterhaltung des Angebots für Männer aus Wolfsburg erforderliche Bereitstellung von zusätzlichen Haushaltsmitteln in Höhe von 24.000 € für das Haushaltsjahr 2021.

 

Begründung:

 

Im Juli 2019 nahm die Täterberatung ihre Arbeit in Wolfsburg auf. Im September 2020 wurde im Sozial- und Gesundheitsausschuss ein Überblick über die zu diesem Zeitpunkt einjährige Arbeit der Täterberatung gegeben. Es gab zum damaligen Zeitpunkt bereits 195 Meldungen von Betroffenen, Angehörigen oder Behörden aus der Region, davon zahlreiche aus Wolfsburg. 

 

Die Mittel für die Täterberatungsstelle sind bis zum 31.12.2020 befristet worden, um anhand des nunmehr erfolgten Berichts über eine Fortführung zu entscheiden. 

Aus Sicht der Antragsstellenden hat sich aus dem ausführlichen Bericht der Mitarbeiterinnen der Täterberatung ergeben, dass die Fortsetzung des Angebots für Wolfsburger unbedingt erforderlich ist:

 

Eine Täterberatungsstelle ist Prävention und ein wichtiger Baustein im aktiven Opferschutz für betroffene  Frauen und Kinder. Durch erfolgreiche Täterarbeit können mitunter bereits durch Gewalt zerstörte Partnerschaften und Familien wieder aufgegriffen werden, vor allem aber können betroffene Männer neue Konfliklösungswege lernen und verinnerlichen und damit sowohl in Partnerschaft als auch in der Gesellschaft insgesamt eine positive Rolle einnehmen. Die mit Gewalt oftmals einhergehende Spirale von strafrechtlichen Sanktionen, Arbeitsplatzverlust und Ausgrenzung kann damit unterbrochen werden. Damit bietet Täterarbeit auch aus fiskalischer Sicht einen wichtigen Beitrag, um Kosten für die Öffentliche Hand (Strafvollzug, SGB II,...) erst gar nicht entstehen zu lassen. 

 

Mit der Jugendhilfe Wolfenbüttel e.V. gibt es einen gut vernetzten Partner, der für die Region seine Erfahrungen in der Täterarbeit und Gewaltprävention zur Verfügung stellt.

 

Durch u.a. einen proaktiven Beratungsansatz, eine langjährig bewährte Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz und ein Kursangebot mit konfrontativem Ansatz durch qualifiziertes Personal sind auch die ergänzenden Voraussetzungen zur Förderung von Täterberatungsstellen in Niedersachen gegeben.

 

Wolfsburg hat sich als Mittel - und Bezugspunkt der Region für die BürgerInnen der Landkreise Helmstedt und Gifhorn als ein sinnvoller Standort für die erfolgreiche Implementierung dieser Täterberatungsstelle etabliert.

 

Die Kosten für die Einrichtung der Täterberatungsstelle in Höhe von 24.000 € werden in den Haushalt 2021eingestellt.

 



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